2.0 Pantherophis guttatus "Hinz & Kunz"

Seit Januar 2009 wohnen die beiden Kornnatterbrüder bei uns und sind die Begründer unserer Schlangensucht!

 

Sie schlüpften am 8. August 2008 bei einer befreundeten Züchterinund wohnten zu Anfang zusammen in einem Glasterrarium.


Januar/Februar 2009: Noch sind die Jungschlangen sehr scheu und verstecken sich die meiste Zeit des Tages. Nachts kam bisher nur eine hervor und erkundete das neue Zuhause.

 

04. Februar 2009: Die erste Fütterung im neuen zu Hause. Endlich die Gelegenheit für Fotos. Hinz steht kurz vor der Häutung und war daher sehr schreckhaft und musste nicht fressen. Kunz hingegen war umgänglich und hat das Futter gern angenommen. Bei der Gelegenheit konnten wir auch wiegen: Hinz hat 20g, Kunz 18g. Er erscheint auch im handling etwas kleiner.

 

06. Februar 2009: Gestern waren die Augen von Hinz wieder klar und heute nachmittag hat er sich erfolgreich gehäutet. Vom Öffnen der Haut am Kopf bis zum finalen Abstreifen der Haut am Schwanz hat die ganze Prozedur nur 5 Minuten gedauert.

 

24. Februar 2009: Nun hat sich auch Kunz das erste Mal im neuen zu Hause gehäutet.

 

Mitte März 2009: Es hat sich Routine eingespielt. Wir haben die Eigenarten der Tiere kennen gelernt (Hinz frisst besser in einer kleinen Heimchendose, weil er sich schnell ablenken lässt. Kunz kann hingegen in die große Faunabox). Beide haben einen gute Häutungsabstand von 28-30 Tagen und häuten sich problemlos. Alle 7 bis 10 Tage gibts was zu essen. Mittlerweile lassen sie sich ohne Zicken rausnehmen und zeigen sich auch tagsüber im Becken.

 

6. April 2009:  Die kleinen Schnürsenkel wurden fachmännisch sondiert und sind damit offiziell beides Männchen. (Geschlechtsbestimmung sollten IMMER von Fachleuten durchgeführt werden, da sie sonst tödlich enden können!)

 

9. Mai 2009: Nun ist es uns auch passiert: Hinz hat ein Futtertier erbrochen. Da es für uns das erste Mal war waren wir natürlich sehr besorgt, aber unsere Züchterin beruhigte uns: Wir hatten zu nah an der nächsten Häutung ein zu großes Futtertier gefüttert. Erstmal noch ein Drama sollte er die nächsten Fütterungen problemlos meistern. Trotzdem: Es war wahnsinnig eklig und hat gestunken! Das will man kein zweites Mal erleben.

Oktober 2009: Kornnattern halten in der Natur Winterruhe. Diese "Pausen" sind für den Organismus wichtig um gesund zu bleiben. Da unsere Tierchen schon über 130g wiegen und gesund sind haben wir sie mit gutem Gewissen in die Winterruhe geschickt.


Die schrittweise Absenkung von Temperatur und Licht zog sich über vier Wochen hin:

  • 1. Woche: Heizmatte auf 23°C, Beleuchtung 12-14 Uhr, Wärmelampe aus
  • 2. Woche: Heizmatte auf 21°C, Beleuchtung 12-14 Uhr, letzte Fütterung
  • 3. Woche: Umzug in Winterboxen, Standort im Nebenraum mit 19°C und passiver Beleuchtung
  • 4. Woche: Umzug an endgüligen Standort, dort Temperatur bis 15°C.

 

Sie kriegen regelmässig frisches Wasser und sollen dann von Anfang November bis hoffentlich Ende Januar schlafen. In der Zeit müssen wir beobachten, ob sie aktiv sind, insbesondere zum Ende der Winterruhe hin. Sollten sie wieder wach werden läuft der Prozess rückwärts bis sie wieder bei voller Temperatur und Beleuchtung ins Endbecken ziehen können. Dann mal gute Nacht bis Januar/Februar 2010!

 

Nach der Winterruhe 2009/2010 begannen sie mit Kommentkämpfe - für uns überraschend, weil ein Jahr zu früh. Trotzdem mussten wir sie trennen und so haben beide nun je ein großes Terrarium und sind wohl ganz zufrieden damit.