Babytagebuch

Eine kurze Vorgeschichte zur Mama der Babys:
Lisa kam aus sehr schlechter Haltung zu uns. In Bremen wurde eine Wohnung vom Veterinäramt zwangs geräumt. 300 Farbratten lebten darin. Sie waren alle völlig verwahrlost und unterernährt, hatten Lungenräusche und Untermieter. Nur 140 Farbratten konnten gerettet werden, der Rest musste vom Amtsveterinär eingeschläfert werden.
Lisa kam dank des Einsatzes vom Tierheim Neuwied ins Tierheim Koblenz, das wir schon eine Weile ehrenamtlich in Sachen Ratten betreuen. Uns war schnell klar, dass Lisa schwanger sein könnte. Um ihr eine optimale Versorgung zu geben und damit wir uns besser um die Jungen kümmern konnten zog Lisa zusammen mit ihrer Freundin Mona im am 16. Januar 2006 zu uns um. Sven war so lieb in seinem Zimmer einen Platz für die Damen zu schaffen, denn in ein Zimmer mit den Jungs konnten wir sie nicht stellen.
Lisa war zu anfangs zwar zurückhaltend, doch man konnte sie aus dem Käfig nehmen und streicheln. Sie genoß die Aufmerksamkeit.
Je deutlicher ihre Schwangerschaft wurde, desto zickiger wurde Lisa. Schliesslich fing sie an uns zu beissen. Sie sprang die Hand schon aus einigen Zentimetern Entfernung an und biss uns blutig. Wir machten uns große Sorgen, denn so konnten wir sie nicht mehr rausnehmen.
Auch ihre Mitbewohnerin Mona hatte unter Lisa zu leiden. Sie durfte das Haus nicht mehr verlassen und schien uns sehr verschüchtert. Immer wenn sie einen Fuss aus dem Häuschen setzt um zu fressen wurde sie von Lisa zurückgetrieben und gebissen. Völlig ratlos wandte ich mich an Jacqueline Tappert-Faßbender, denn als Züchterin hat sie wohl die meiste Erfahrung mit trächtigen Weibern. Sie kannte ein derart überzogenes Verhalten auch nicht und schätzte, dass Lisa (banal ausgedrückt) einen Knacks hat und ihre Familie bis aufs Blut verteidigt. Dazu gehört, dass sie den "Welpen" Mona wieder ins Nest scheucht.
Wir trennten also die beiden und schon kurz darauf am 31.01.06 bekam Lisa ihre Babys. Sie bekam Bachblüten um ihre Aggressivität zu zügeln. Zwar wir sie immernoch zickig, doch über Umwege schafften wir es schliesslich die Babys anzusehen. 

31.01.06 Heute hörten wir nachmittags ein leises Fiepen aus dem Nest. Da wir schon seit Tagen die Mama beim Nestbau beobachten und sie sehr aggressiv geworden war hatten wir die Geburt schon sehnlichst erwartet. Weil wir ja nicht wussten, ob sie noch dran ist oder schon fertig haben wir sie erstmal ganz in Ruhe gelassen. Denn das schlimmste was uns passieren könnte wäre, dass sie sich gestört fühlt, die Geburt abbricht und die Welpen tötet.

 

01.02.06 Mama ist so aggressiv dass wir nicht mal in Frieden einen Napf in den Käfig stellen können. Sie faucht durch die Gitter und beobachtet uns genau, wenn wir uns am Käfig zu schaffen machen. Alles was wir in den Käfig stellen wird misstrauisch untersucht. Mitbewohnerin Mona sieht traurig und verschüchtert aus.
Abends wollten wir Nestkontrolle machen, aber keine Chance. Lisa verlässt das Nest nicht.

 

02.02.06 Damit Mona Baytril und Lisa Bachblüten (Beech, Holly, Impatiens) bekommen kann haben wir beide getrennt.

 

05.02.06 Nach vielen Versuchen ist es Sven heute gelungen die Mama aus dem Käfig zu nehmen (und zu Mona zu setzen -> keine Streitereien), damit wir die Babys ansehen können. Es sind 5 sehr pummelige Würmer mit verschiedenen Huskyzeichnungen, 3 dunkel, 2 etwas heller. Augen sind noch geschlossen, die Ohren stehen schon leicht ab und die Vibrissen sind schon gebildet. Man kann jetzt schon erkennen wer einmal einen Rex-Felltyp haben wird, denn die Vibrissen sind schon leicht gekringelt.



08.02.06 Es ist nun der neunte Lebenstag. Gestern haben wir es nicht geschafft Lisa aus dem Haus zu locken, obwohl wir den ganzen Tag gewartet haben. Heute ist es uns gelungen und wir konnten die Geschlechter bestimmen. Wir sind ein bisschen traurig, denn es sind 4 Weibchen und 1 Männchen. Alle Männchen hätten wir behalten können, aber so müssen wir die 4 Weiber vermitteln und dann für den einsamen Jungen Gesellschaft dazuholen. Aber sie werden jede Tag schnuffiger.

10.02.06 Ich habe die Hoffnung, dass die Babys doch recht zahm werden können, da wir es mittlerweile schaffen, sie fast jeden Tag in die Hand zu nehmen. Sven sagt, es ist leichter geworden Lisa zu fangen, einerseits weil sie ein bisschen ruhiger geworden ist, andererseits hat er jetzt mehr Übung. *g* Die Kleinen haben jetzt so etwas wie "Arbeitstitel". Ebenso haben wir die Fellfarben bestimmt und sie gewogen:
"Baum" rex dunkler Husky 28g | "Nadelöhr" rex agouti husky 28g | "Klassik" creme agouti husky rex 30g | Junge "Fjalar" (diesen Namen wird er behalten) agouti husky 30g | "headspotted" agouti husky 32g
Mit einer Hand sind sie nicht mehr zu halten. Sie wuseln rum, übereinander hinweg, drehen sich und putzen sich in der hohlen Hand. Man kann schon die Schlitze der Augenlider erkennen. Es kann nicht mehr lange dauern bis sie die Augen öffnen.

12.02.06 Da der Käfig von Lisa mittlerweile sehr streng riecht haben wir uns entschlossen ihn heute sauber zu machen. Sven fing die Mama und wir nahmen den Gitteraufsatz ab. In einen großen Brottopf aus Ton haben wir eine Wärmflasche und ein Küchenhandtuch gelegt. Darauf setzten wir die Babys und machten den Deckel zu. Das klingt vielleicht seltsam, aber so hatten es die Kleinen warm und dunkel wie im Nest. Ausserdem konnten sie so nicht wegkrabbeln, denn obwohl sie noch blind und tapsig sind, sind sie erstaunlich mobil!
Dann haben wir das Haus wieder auf das Nest gesetzt und nur den Käfig rund um das Haus gesäubert, damit das Nest erhalten bleibt.
Die Kleinen sind wirklich erstaunlich. Die Ohren stehen schon leicht vom Kopf ab und wir sind sicher, dass sie morgen die Augen öffnen werden. Dann wird es erst richtig rund gehen im Käfig.

13.02.06 *seufz* Heute bin ich ja beinahe weggeschmolzen. Es war so niedlich. Die ersten Babys haben die Augen geöffnet! Ich fand den Gedanken sehr bewegend, dass wir die ersten Menschen sind, die sie in ihrem Leben sehen. Jetzt werden sie langsam groß und selbständig, erkunden ihre Umgebung und werden durch den Käfig krabbeln. Sie sind schon so an den Geruch unserer Hände gewöhnt, dass sie uns furchtlos erkunden, unter der Hand einschlafen oder uns wie selbstverständlich putzen.

Wir haben die Kleinen auch wieder gewogen und sind sehr zufrieden: Das Mädchen "Nadelöhr" ist die am weitesten entwickelte, sie hatte schon beide Augen geöffnet und bringt stolze 36 Gramm auf die Waage. Ihre Geschwister wiegen alle 34 Gramm und hatten die Augen noch nicht vollständig auf. Sie blinzelten nur mal aus dem einen, dann aus dem anderen Auge. Auch unsere Kleinste "Baum" hat ordentlich zugelegt und kann jetzt mit ihren Geschwistern mithalten.

Heute haben wir auch einen neuen Käfig erstanden (eBay sei Dank!), der demnächst den Babyjungs ein neues zu Hause sein wird.



14.02.06 Alle Babys haben nun die Augen geöffnet, nur Baum nicht. Unser Nesthäckchen hat nur einen kleinen Schlitz weit offen und blinzelt ganz verstohlen. Sie wird wohl noch eine Weile unsere Kleinste bleiben.

 

15.02.06 Heute kam Sven ganz aufgeregt zu mir ins Bad gelaufen, ich war gerade mit meiner Freudin am Telefonieren, ich müsse sofort kommen! Aus Sorge um die Babys bin ich ihm schnell hinterher und konnte zum Glück noch sehen wie mein zuckersüsser Fjalar, seinen ersten Ausflug im Käfig macht. Es war wie Kinderkriegen :) Er kletterte todesmutig am Gitter hoch bin oben an den Deckel. Wie ein junges Kätzchen wusste er dann nicht, wie er wieder runter kommen sollte, also haben wir ihn in die Hängematte gesetzt, wo seine Mama ihn später abholte.
Alle Babys haben nun die Augen auf. Sie gucken noch ein bisschen verpennt. ;)

 

17.02.06 Heute ist sehr viel passiert. Die Babys werden deutlich selbständiger und erkunden gelegentlich auf eigene Faust den Käfig. Dabei konnte ich beobachten, wie sie ihre erste "feste" Nahrung (Mamas Päppel-Haferfocken-Schleim) gefressen haben. Sie weren nun langsam groß!
Sie waren auch das erste Mal eine Stunde lang von ihrer Mutter getrennt. Wir planen die Wiederzusammenführung von Mona und Lisa am kommenden Wochenende und bis dahin sollen sich die Damen zweimal täglich je eine Stunde sehen. Den Babys macht das aber nichts aus, solange wir sie nicht länger von der Mutter trennen. Wir achten auch immer darauf, dass sie es warm und geschützt haben.
Baum hat während einer dieser Stunden gezeigt, was für ein großes Vertrauen sie schon in die Menschen hat. Das war einfach irre! Sven nahm sie auf die Hand, damit ich ein Foto machen konnte. Baum sass ganz entspannt in seiner hohlen Hand, schloss die Augen und döste weg. Ich hab sofort ein Video davon gemacht, sonst glaubt uns das ja keiner ;)
Die Babys durften auch heute wieder auf die Waage steigen. Es sind sehr große Unterschiede dabei, aber das ist in Ordnung, wie Jacqueline mir versicherte. Ausserdem haben manche kaum zugenommen. Da sie aber offensichtlich gewachsen sind vermute ich einen Wachstumsschub. Sie sind aber auch so sehr gut genährt, deswegen machen wir uns erstmal keine Sorgen.
"Baum" 38g, Classic "34g", "Headspotted" 36g, Fjalar 42g, "Nadelöhr" 40g.



19.02.06

Heute war ein aufregender Tag für die Babys, denn wir haben sie, ihre Mutter und Mona integriert. Mona musste ja wegen der Medikamente und der Oberzickigkeit von Lisa allein sitzen und hat sehr darunter gelitten. Zum Schluss hat sie komplett das Fressen eingestellt und deswegen haben wir die Integration um ein paar Tage vorgezogen.
Zuerst haben wir Lisa und Mona allein ist das alte Terrarium gesetzt. Nachdem die Mädels sich ein paar Mal überstiegen hatten und klar war, dass Mona die Chefin ist, haben wir nach und nach die Babys dazugesetzt. Die Großen hatten sich in Monas altem Nest zusammengerollt und schienen die Babys nur am Rand zu bemerken. Mona beschnupperte die Kleinen kurz und nachdem sich die Babys im Terrarium ordentlich ausgetobt hatten schliefen alle sieben auf einem Haufen.
Die Babys sind mittlerweile selbständig und sehr aktiv. Sie suchen ständig nach nuen Möglichkeiten um Unfug zu machen und Mona scheint das kaum zu stören. Wenn es überhaupt möglich ist auf dem Gesicht einer Ratte ein Strahlen zu sehen, dann haben wir das heute auf Monas Gesicht gesehen. Sie schien wirklich entspannt und zufrieden in dem wusligen Haufen.
Schnell war uns klar, dass wir keine Probleme mehr zu erwarten hatten und stopften alle sieben in den Käfig, den sie schlussendlich bewohnen sollten. Dieser war für kurze Zeit Monas Domizil. Damit Lisa Mona nicht wieder vertreibt haben wir das Nest nicht in den neuen Käfig gestellt. Da die Babys schon beinahe drei Wochen alt sind haben wir uns keine Sorgen deswegen gemacht und es lief auch alles glatt. Lisa kannte den neuen Käfig von einigen Ausflügen zu Mona und so besetzte sie bald ein Häuschen und zog sich mit ihren Babys zum Säugen dorthin zurück.
Die Babys wuseln schon wie die Großen durch den Käfig und schlabbern schon ordentlich Babybrei mit Haferflocken oder Altromin. Fjalar hat sich sogar schon einen Bananenchip geschnappt.
Lisa ist wesentlich ruhiger geworden. Wir nehmen zwar immernoch ein Handtuch um sie hochzunehmen, aber das wird bald nicht mehr nötig sein. Wir können auch mittlerweile die Babys wenige Zentimeter von Lisa entfernt in die Hand nehmen. Sie greift uns nicht mehr an.
Die Kleinen sind nun schon fertige kleine Ratten. Jetzt müssen sie nur noch zunehmen und sich benehmen lernen. Sie sind nämlich ganz schön wild und haben keinen Respekt vor den Älteren. :-)

22.02.06 Also, wenn es sowas wie eine Quietschphase bei den Heranwachsenden gibt, dann war die gestern. ;) Echt schlimm, egal wen man in die Hand nahm oder nur berührt *Quiek!*, dabei sind sie zahm und kommen von selbst. Aber auch wenn sie sich untereinander kurz berühren kommt *Quiek!* Das klingt natürlich irre, wenn sich 5 Babyratten im Käfig rumkugeln und aus jeder Ecke hört man ein empörtes *Quiek!!!* Einfach zu schön ;) Hach, ich werde die kleinen Nervensägen vermissen ...





24.02.06 Heute hatten die Mamas und die Babys ihren ersten Auslauf! Bei uns laufen sie nicht im Zimmer herum, sondern in einem Auslaufgehege. Da habe ich mich mit reingesetzt und die sieben durften dann nach Herzenlust um mich herum toben, schnüffeln, raufen, knabbern, flitzen, buddeln und Unfug machen.
Es waren aufregende 30 Minuten. Die Kleinen waren schliesslich ganz aufgedreht, wie kleine Kinder mit denen man zu lange getobt hat.

 

28.02.2006 Gestern waren die Babys das erste Mal beim Tierarzt! Sie hatten zum Glück nicht selbst eine Behandlung nötig, aber während der Schwangerschaft und Stillzeit konnten wir ihre Mama Lisa ja nicht zum Arzt bringen. Sie hatte es aber bitter nötig, da sie rotes Sekret an der Nase hat und niest. Ausserdem hat sie wirklich schlimmen Durchfall.
Also haben wir Lisa, Mona und die Zwerge in einen PetCaddy gestopft, alle warm eingepackt und sind zum TA gedüst. Die Babys quiekten herzzerreissend während der Fahrt und im Wartezimmer. Ich habe mir schon ein bisschen Sorgen gemacht. Aber als im Behandlungsraum der Deckel aufging waren alle meine kleinen Racker wohlauf und frech wie immer. Natürlich waren sie die Stars, sodass auch die zweite Tierärztin gerufen werden musste um die kleinen Süßratten zu betrachten.
Mona wurde als genesen bewertet, Lisa bekommt nun Nasentropfen, aber keine ABs mehr. Alle der Bande bekommen ein Aufbaufutter und etwas für die Darmflora. Wir hoffen natürlich, dass es Lisa bald besser geht, denn der doppelte Flüssigkeitsverlust durch Durchfall und säugen kann schnell kritisch werden. Die Babys sind kerngesund, dürfen aber vorbeugend auch von der Heilnahrung haben. Was uns besonders freut: Keine Untermieter mehr! Das Rudel mit den Minis ist milbenfrei!
Mittlerweile lässt Lisa ihre Babys kaum noch an die Zitzen und sie schlafen auch nicht mehr alle in einem Nest. Wenn Lisa ihre Ruhe haben will flüchtet sie in ein besonders kleines Haus, dass wir eigentlich für die Babys reingestellt haben. Dort passt nur sie hinein und maximal 2 Babys
Auch bei der Entwicklung hat sich etwas getan: Mein kleiner Fjalar ist erwachsen geworden -> seit gestern sind kleine Klöten im Hodensack.
Wir haben lange überlegt, ob wir ihn nun mit 4,5 Wochen (3.3.06) oder 5 Wochen (7.3.06) von seiner Mama und den Mädchen trennen sollen. Zwar sind schon die Klöten da, aber wir glauben nicht dass er sofort wie wild rumpoppen wird. Ausserdem ist er der einzige Kerl und muss mutterseelenallein zu seinen neuen Kumpels umziehen. Schon allein das wird ein Schock und eine schwere Zeit für ihn sein. Deswegen haben wir uns entschieden ihm die vollen 5 Wochen Hotel Mama zu gönnen. Bis dahin wird er wohl gefestigt genug für den Umzug zu Andwari und Regin sein.

 

01.03.2006 Auch wenn wir es nicht geglaubt haben ...  sie säugt doch noch! Und als gute Milchkuhmami tut sie das überall, wo ihre Kleinen Hunger haben ... auch im Auslauf.

 

05.03.2006 Uuuuuuuuuuuuuäääääähhhhhh!!!
Mein armer kleiner Fjalar, mein süsses Baby!
Gestern war es so weit. Gut gediehen durch die müttleriche Fürsorge mussten wir den kleinen Mann gestern von den Mädchen trennen. (riesen Klöten - wir hatten einfach Angst)
Weggerissen von der Mutterbrust, ohne Nestwärme, ohne Rudel, ohne bekannte Gesichter musste meine kleine Zuckermaus gestern sehr sehr schnell erwachsen werden. Er zog zu den "kleinen Jungs" (Regin und Andwari: 6,5 Wochen alt) um.
Mir hat das Herz geblutet. Sie haben ihn gewutzelt und auf den Rücken gedreht. Wo er sich niederlassen wollte kam einer der Großen und hat ihn rüde beschnuppert, gewutzelt und unterdrückt. Und mein Baby hat soooooo geschrien und bestimmt ganz doll Angst gehabt *heul* Schlussendlich sassen alle drei zusammen an einem Futternapf und da konnten wir Menschen auch beruhigt ins Bettchen gehen.
Die erste Nacht ganz allein in der großen feindlichen Welt muss hart für meinen kleinen Wonneproppen gewesen sein. Heute morgen schlief er allein auf der Ebene. Als ich die Hand in den Käfig hielt war er ziemlich verstört, krabbelte dann aber schnell zu mir in den Pullover.
Vielleicht, weil der noch nach Mama riecht.
Uuuuuuääääh, mein armes Baby!

 

06.03.06 Seit heute steht es fest: Unsere kleinen Süssratten werden uns am Freitag verlassen und ins weit entfernte Dortmund ziehen. Sie bekommen ein tolles neues zu Hause und viele neue Freunde. Irgendwie fällt es mir schon schwer und deswegen wird es morgen nochmal eine große Fotosession geben.

 

08.03.06 Heute haben wir die angekündigte Fotosession gemacht um noch ein paar letzte Portraitfotos von den Mädchen zu haben und ein paar sind richtig gut geworden.

 

10.03.06 Noch am Morgen war unsere Übergabe geplatzt und wir waren ziemlich fertig, weil wir nun nicht wussten, wie es weitergehen sollte. Um das ganze nicht scheitern zu lassen haben wir uns entschlossen den Weg ins 300km entfernte Meinerzhagen anzutreten und die Kleinen persönlich in ihr neues zu Hause zu bringen. So konnten wir uns gleich persönlich davon überzeugen, dass die Kleinen in ein super gutes zu Hause kommen. Da ihre neuen Freunde noch sehr jung waren haben wir den Versuch gewagt und alle in einen Käfig gesetzt. Das hat reibungslos geklappt und unsere Süßen wurden nich nur von ihren gleichaltrigen Kollegen sofort akzeptiert sondern auch von deren Mutter.
Zurück blieben wir und irgendwie war ich doch ein bisschen schwermütig meine Kleinen weggeben zu müssen. Aber ich werde zweifach entschädigt: Ich bekomme regelmässig Fotos meiner Mädchen und ihre Tauschbrüder sind jeden Tag wieder ein Sonnenschein!