Eurycantha insularis

Von dieser Art pflegen wir einen sogenannten Zuchtansatz L6. Das bedeutet, dass es sich um eine Gruppe handelt im Larvenstadium 6 (noch 2 Häutungen bis zum adulten Stadium). Wir hoffen, dass es Männchen und Weibchen sind, allerdings kann sich diese Art auch per Jungfernzeugung fortpflanzen, also ohne Männchen. Weiterhin versuchen uns in der Aufzucht einiger Eier. Da ist das Ergebnis aber noch offen. Beides haben wir von privat erhalten. Ein User aus einem Insektenforum hat uns seine Nachzuchten verkauft.

 

Diese Insekten sind relativ einfach zu halten. Wir pflegen sie in einem 60x30x30 Terrarium ohne zusätzliche Beleuchtung oder Heizung. Einmal am Tag besprühen wir mit Wasser um die Luftfeuchtigkein hoch zu halten. Am Substrat verwenden wir einfachen, feinen Sand. Denselben den wir auch in unseren Aquarien haben. Dort (oder in Erde) können die Weibchen ihre Eier ablegen.

 

Diese Art Gespenstschrecken (und die anderen, die wir im selben Becken pflegen) lassen sich problemlos das ganze Jahr über mit Blättern von Rosengewächsen ernähren. Also Brom- oder Himbeerblätter und Rosenblätter. Man sollte allerdings darauf achten keine anderen Tiere einzuschleppen, da man nie weiss, ob sie die Eier oder die Schrecken selbst gefährden.



Geschlechtsunterschiede:
Das Männchen wird im adulten Stadium ca. 12 cm groß, das Weibchen mit 14,5cm etwas größer und dicker.
Das Weibchen besitzt einen Legeapparat, den man auch gut sehen kann. Zur Verteidigung seines Reviers besitzt das Männchen Dornen an seinen Hinterbeinen. Bei unseren Tieren sind die aber noch nicht zu erkennen.

 

Besonderheiten:
Den Tieren sollte die Möglichkeit gegeben werden zu trinken. Dann ist auch eine zusätzliche Erhöhung der Luftfeuchtigkeit nicht nötig. Diese Schrecken brauchen eine Versteckmöglichkeit um sich tagsüber zurückzuziehen. Die Männchen verteidigen sich mit ihren Dornen und sollten nicht mit der Hand berührt werden. Ansonsten sind sie untereinander sehr gesellig.

Das natürliche Verbreitungsgebiet ist Neuguinea.